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Lindencafe_traditionk.jpgDas Wohn- und Geschäftshaus Rudolf-Breitscheid-Str., früher Lindenstraße, Nr. 47/48 wurde 1914 von Paul Quandt erbaut, der für sich selbst im Erdgeschoss eine Feinbäckerei mit Conditorei, damals noch mit „C“ geschrieben und Café eingeplant hatte, die er auch jahrelang als Familienbetrieb selber bewirtschaftet hat. Seine Tochter, der später das Haus gehörte, wohnte noch bis 2001 im 1. Stock über dem Lindencafé.

Ein Rückblick in die Zeit der 20iger und 30iger Jahre sei an dieser Stelle erlaubt. Damals trugen die Kellnerinnen ein schwarzes Kleid mit einer blendend weißen Schürze und dem weißen Häubchen. Von Bedeutung außerdem: Das Personal hatte alle in der Conditorei Quandt verkehrenden Herrschaften mit Namen und Titel zu kennen. Die Damen und Herren haben Vorlieben, die zu erkennen ebenfalls unerlässlich war. Zur damaligen Zeit hat die Stammkundschaft nicht bar bezahlt, sondern hat erst am Ende des Jahres eine Rechnung erhalten. Dabei ist der Kaiserliche Hof nicht selten säumig in punkto Bezahlung. Der Lebensstil des kaiserlichen Hofes wird von den adligen Besitzern der feinen Potsdamer Villen genauso kopiert wie von den bürgerlichen Familien. Ganz im Stil der Zeit lädt man sich gegenseitig zu Festen und Empfängen ein, das Café Quandt liefert dazu die Beigaben. Einen Acht-Stunden-Tag gibt es nicht, Jahresurlaub ist ebenfalls unbekannt. Im Zweiwochenrhythmus wird ein halber freier Tag für die Angestellten genehmigt.

Besonders gefragt ist das frische Speiseeis, ein Luxus erst seit kurzer Zeit, der die Anschaffung einer entsprechenden Maschine zur Herstellung dieser Köstlichkeiten voraussetzt. Nach dem Krieg entstand der Name Lindencafé und das Lokal blieb bis zur Wende den alten Traditionen treu, so gut es ging. Ein kurzes Zwischenspiel Anfang der 90iger Jahre, als das Lindencafé unter Nico Gehen ins Halli-Galli umfirmierte änderte nichts daran, dass schon Mitte der 90iger Jahre endgültig wieder das klassische Kaffeehausgeschehen Einzug hielt und auch der Name Lindencafé zurück kehrte.

Seit dem 01.01.2010 betreibt nun die Unternehmensgruppe REDO mit ihremTeam das Traditionslokal. Das Café wird seit dieser Zeit behutsam erneuert, um das großartige Flair wieder voll zur Geltung zu bringen. Die ersten Gäste treffen morgens zum Frühstück ein, Mittags gibt es preiswerte wechselnde Gerichte, der Nachmittag gehört frischen Kuchen, Torten und Eisspezialitäten (jetzt auch in unserer eigenen Eismanufaktur hergestellt)  und am Abend kommen neben Stammgästen vor allem Kinogänger aus dem benachbarten Thalia-Kino und geben dem Lindencafé einen Bar- und Lounge-Charakter.
 
hausgemachte Eisspezialitäten aus der Eismanufaktur REDO
hausgemachte Eisspezialitäten aus der Eismanufaktur REDO
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Tortenspezialitäten im Lindencafe Potsdam
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Jeden Sonntag von 10 – 14 Uhr empfehlen wir unseren traditionellen

Lindencafé Brunch.

Auf Grund der großen Resonanz sind Reservierungen erbeten unter 0331-740 00 884.

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Genießen Sie die Köstlichkeiten aus unserer Konditorei des Lindencafes Potsdam, wie z.B. unsere Petit Fours
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